Lehrwerkstatt baut Spur 1-Modelle Eine Information von Spur 1-Kreativ (www.spur1.de) Stand: Juli 1998

Name:
Lehrwerkstatt des Signal- und Fernmeldewerkes im Reichsbahnausbesserungswerk Schöneweide (RBDBerlin)
Ziele: Aufbau einer Modellbahnanlage um signaltechnische und betriebliche Vorgänge der Reichsbahn nachzuahmen

Betriebsbesuche können Erfreuliches und Unerfreuliches zeigen.
Was wir in der Lehrwerkstatt des Signal- und Fernmeldewerkes im Reichsbahnausbesserungswerk Schöneweide sahen, war nicht erfreulich.
Da hatte sich vor geraumer Zeit die AusbiIdungsabteilung in Verbindung mit der Reichbahndirektion Berlin die Aufgabe gestellt, eine Modellbahnanlage in der Baugröße I und die hierfür erforderlichen Fahrzeugmodelle herzustellen.


Gestellte Aufgaben bekommen erst dann einen Sinn, wenn sie verwirklicht werden, dieser Binsenwahrheit sollte sich die Reichsbahndirektion Berlin erinnern. Hundert Meter Gleis, Bahnhöfe, Stellwerke und die verschiedensten Modelle, unter ihnen vorbildgetreue Lokomotiven und ein Triebwagen, vollautomatische Signalanlagen und anderes mehr — verstauben und verkommen auf Böden und in dunklen Winkeln der Lehrwerkstatt.





Grund: Platzmangel.
Der Ausbildungsleiter, Kollege Gericke, und der Lehrmeister, Kollege Surup, haben die Absicht, diese Anlage so zu entwickeln, daß man mit ihr alle signaltechnischen und betrieblichen Vorgänge der Deutschen Reichsbahn nachahmen kann. Ein besseres Anschauungsmaterial für alle technischen und nichttechnischen Nachwuchskräfte wird es nicht geben. Hier sollte die Reichsbahndirektion Berlin wirklich energisch eingreifen.

Alle Voraussetzungen technischer Art sind vorhanden, um dieses schöne Werk fortzusetzen, dem Modellbahnzirkel fehlt nur ein geeigneter Raum, in dem die Anlage aufgebaut werden kann. Das Werk hat den Zirkel bisher in jeder Weise unterstützt, doch ist es selbst nicht in der Lage, einen brauchbaren Raum zu beschaffen.

Wenn also die Reichsbahndirektion Berlin an einem guten Lehrmaterial interessiert ist, dann hilft nur die Beschaffung eines Raumes, der möglichst zentral gelegen ist, und etwas mehr Unterstätzung in materieller Hinsicht. Dann wird sich auch eine gute Arbeitsgemeinschaft entwickeln.