Montagefreundliches Trassen- und Tunnelsystem für den Märklin Spur1-Gartenbetrieb
Liefernachweis und Detailinformationen:
FLB- Freilandbahnen
Dipl.-lng D.A. Strohmaier
Eichenbornweg 17, 6634 Wallerfangen
Meist beschränken sich 1-Modellbahnanlagen innerhalb der eigenen vier Wände aus Platzgründen auf relativ bescheidene Gleisanordnungen. So sind häufig dioramenähnliche Szenerien anzutreffen, die in der Mehrzahl nur Rangierbetrieb zulassen. Selbst auf den verhältnismäßig seltenen Rundum-Anlagen begnügt man sich in der Regel mit anspruchslosem Kreisverkehr auf stets gleichbleibendem Geländeniveau. Dabei sind die herrlichen Märklin 1-Modelle aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit zu weitaus "größeren" Taten fähig. Die Witterungsbeständigkeit des 1-Materials prädestiniert die große Märklin-Bahn geradezu für den Einsatz im Garten. Wer sich bisher indessen nicht nur auf die vorübergehende Gleisverlegung auf vorhandenen Terrassen- und Wegflächen beschränken wollte, war auf zeitraubenden und versuchsintensiven Eigenbau von Gleistrassen angewiesen, um dem Schienennek im Garten auch die erforderliche Betriebssicherheit und Witterungsbeständigkeit zu verleihen.
Inzwischen ist ein geradezu geniales Baukasten-Freilandtrassensystem auf dem Markt erhältlich, das trok einfachen Aufbaus alle Wünsche erfüllt und zu dem darüber hinaus auch noch Elemente für die bisher sehr problematischen Tunnelbauten im Garten erhältlich sind.
Basiskonzept
Viele Freiland-Modellbahnen erwecken beim Betrachter den Eindruck, als fühle sich der Erbauer in besonderer Weise einem Zementhersteller verpflichtet, denn der geballte Einsatz von massivem Beton gilt bisher bei zahlreichen 1-Bahnern als das (scheinbar unbedingt erforderliche) Maß der Dinge für eine solide Bahntrasse im Garten. Selbst wenn man den hierfür erforderlichen Aufwand (Aushubarbeiten, Dehnungsfugen, Frostsicherheit usw.) einmal völlig unbeachtet läßt, so erinnern derartige Anlagen häufig mehr an Westwall-Festungen als sie dem wünschenswerten Bahnvorbild nahekommen.
Wie man mit erheblich weniger Aufwand besser ans Ziel kommt, beweist die Firma FLB (Freilandbahnen) aus 6634 Wallerfangen mit ihrem Trassensystem, das gleichermaßen durch einfache Konstruktion wie auch solide Ausführung besticht. Für den normalen Streckenverlauf im sichtbaren Bereich genügt schon fast eine Handvoll verschiedener "EBRU"-Elemente. Hierbei handelt es sich um:
Verzinkte Stahlrohrpfähle in 3 Längen
T-Profil Gleis-Tragelemente (versch. Längen) Tragelemente für Weichen (rechts und links) Fittings (lang und kurz) zur Verbindung von Pfählen und Tragelementen
Anschraubbügel mit U-Scheiben und Muttern
Die Arbeitsweise beim Trassenbau ist denkbar einfach. Mit einem Hammer schlägt man je nach gewählter Tragelementlänge die Stahlpfähle in den Gartenboden. An jedem Rohr ist jeweils ein kurzer und ein langer Fitting zu befestigen. Bei geneigtem Streckenverlaul hält der lange Fitting das abwärtsgerichtete Tragelement. An den mit der Hand provisorisch angeschraubten Fittings sind jetzt die Tragelemente zu befestigen. Wenn die jeweils benachbarten Gleisauflagen sauber ausgerichte' sind (ggf. Wasserwaage), können alle Befestigungsschrauben endgültig festgezogen werden.
Für Radien baut man aus geraden Gleisauflage-Elementen in geringerer Länge eine polygonale (vieleckige) Basis. Zusammen mit den später aufgeschraubten 1-Gleisstücken entsteht auf diese Weise eine solide Konstruktion, die auch dem Betrieb mit schwersten 1-Fahrzeugen sicher standhält. Sinnvollerweise wird man die Gleistrasse etwas höher als das vorhandene Geländeniveau verlegen, da sich auf diese Weise noch ein vorbildgerechter Böschungskörper anschütten läßt. Allerdings sollte man vor dieser Maßnahme unter der Trasse einen ausreichend breiten Streifen aus schwarzer Kunststoffolie auslegen, da diese Maßnahme einer Verkrautung des Gleiskörpers vorbeugt.
Die Gleisverlegung an Hängen und in Einschnitten ist auf diese Weise ebenfalls prolemlos zu realisieren. Ferner läßt das System auch spätere Um- oder Ausbauten sowie den Abbau bei eventuellen Umzügen zu.
Untergrund-Aktivitäten
Tunnelstrecken werfen bei Freiland-Modellbahnanlagen stets besondere Probleme auf ist doch die Gleisführung meist im fertiggestellten Bauzustand kaum noch zugänglich, wenn es sich nicht gerade um eine Wegunterführung mit lose darübergelegten Platten handelt. Doch eine derartige Konstruktion zählt eigentlich nicht zu einem vorbildnahen Bahntunnel. Engagierte Freilandbahner stellen sich vielmehr möglichst eine erdüberdeckte Tunnelröhre größerer Länge vor. Doch bei einem solchen Projekt lauern auf den Freiland-Bahnbaumeister viele "Fallstricke", von denen hauptsächlich erforderliche Eigenstabilität, Setzvorgänge, Entwässerung und die Zugänglichkeit bei Montage und Betrieb unterschätzt werden. Daneben wollen aber auch noch weitere Detailprobleme gelöst werden, und nur selten wird ein Tunneleigenbau auf Anhieb längere Zeit einwandfrei funktionieren.
Für diesen Anwendungsbereich bietet FLB ein Tunnelbausystem, das bei korrekter Montage auf lange Sicht alle Voraussetzungen für einen reibungslosen Betrieb erfüllt.
Auch hier überzeugt das überschaubare Konzept. Die eigentliche Tunnelröhre besteht aus Basisteilen mit erhöhter Gleistrasse sowie Uförmigen Abdeckungen, die vor einer Erdüberschüttung mit den Unterteilen verschraubt werden. Die Bauweise mit der erhöhten Gleistrasse beugt wirkungsvoll dem häufig vernachlässigten Problem von Stauwasser im Gleisniveau vor. Grundsätzlich ist bei der Planung die Zugänglichkeit für Reinigungsarbeiten und zum eventuellen Räumen liegengebliebener Fahrzeuge zu berücksichtigen. Von Tunnellängen über 2 m ist daher abzuraten. Ferner sollte dieTunneltrasse nach einerSeite oderzu den beiden Portalen hin leicht abfallen, damit eventuell eingedrungenes Wasser abfließen kann. Aus den zuvor schon genannten Gründen bietet sich natürlich vorzugsweise eine gerade Tunnelführung an; Radien lassen sich jedoch wie bei den Streckenelementen ebenfalls in polygonaler Bauweise realisieren. Kuppelelemente, Verbindungslaschen und Erdnägel sichern die präzise Lage der Einzelelemente in eingebautem Zustand.
Die überdeckten Tunnels sind trittsicher, und lediglich autobefahrbare Wege usw. erfordern geeignete Maßnahmen zum Abfangen größerer Lasten.
Ferner runden Tunnelportale und Anschlußstützmauern das FLB-Tunnelprogramm ab.
Alle FLB-Elemente bestehen aus verrottungsfestem Kunststoff oder verzinktem Stahl und weisen daher eine hohe Langzeitbeständigkeit auf. Für Freiland-Bahnenthusiasten ist das System zweifellos eine nervenschonende Alternative zu versuchsintensiven Selbstbaulösungen.

